Jan
14
2010

Googles App Engine – Schnelltest

Nachdem ich hier vor kurzem Googles Goggles abgefeiert habe, geht es diesmal um Googles App Engine. Ein weiteres (kostenloses) Spielzeug aus den Labor des Suchmaschinengiganten. Für die Benutzung langt ein ganz normaler Google(mail) Account. Die Anwendungen können in Java oder Python programmiert werden, andere Interpreter stehen z.Zt. leider nicht zur Verfügung sollen aber (gerüchteweise) im Laufe der Zeit noch nachgereicht werden. 

Grundsätzlich stellt einem Googles App Engine (GAE) pro Application, von denen man 10 Stück anlegen kann, folgende Webservice (pro Tag) zur Verfügung:

  • 1 GByte Datenspeicher für Anwendungen und statische Daten
  • 2 GByte Datentransfer für eingehenden und ausgehenden Verkehr
  • 1,3 Millionen Zugriffe
  • 6,5 Stunden CPU Time für Anwendungen

und einiges mehr, wie eine eMail API, Imagemanipulation und eine einfache Datenbank, welche leider nicht SQL kompatibel ist, für einfache Aufgaben aber völlig ausreicht. Nach dem überschreiten eines der Freikontingente wird der betroffene Service für den aktuellen Tag abgeschaltet, für wenig Geld kann man aber alle Dienste beliebig erweitern.

google_app_engine

Zum Test habe ich zwei Bilder (besonders das große Hintergrundbild), zwei Javascript- und eine CSS-Datei aus diesem Blog auf die GAE ausgelagert. Dazu muss man auf dem eigenen Rechner den Googles App Engine Launcher installieren. Dieser synchronisiert die lokalen und die Verzeichnisse des Applikationservers und startet/stoppt die gewünschten Anwendungen. Das klingt am Anfang etwas kompliziert geht aber nach kurzer Eingewöhnungszeit locker von der Hand  und soll meiner Meinung nach auch verhindern das dieser Google Service zum reinen Filesharing missbraucht wird.

Nachdem ich die gewünschten Files überspielt und die entsprechenden Änderungen in Wordpress vorgenommen hatte wurden die Daten ab sofort nicht mehr von meinem Webserver sondern von der GAE abgerufen. Und obwohl diese in den Vereinigten Staaten steht sind die Zugriffszeiten nicht höher als vorher. Dafür entlasten die ausgelagerten Daten  meinen Webserver um ca. 4000 Zugriffe und sparen mir z.Zt. im Durchschnitt 500 MByte Traffic pro Tag.

Zum testen einer Anwendung bin ich aus Zeitmangel leider noch nicht gekommen, werde dies aber sobald wie möglich nachholen. So ist in der letzten c’t z.B. ein sehr interessanter Artikel über die GAE mit einer kleinen Bloganwendung in Python. 

Googles App Engine ist für jeden der eine kleine Anwendung online stellen will oder einfach ein paar sperrige Dateien auslagern will einen Blick wert, da es in der Grundausführung kostenlos ist und bei nicht Gefallen keine weiteren Verpflichtungen nach sich zieht.

Links:
Google App Engine
c’t Artikel



Written by MaS in: Technik, Web | Schlagwörter:, , , ,

Keine Kommentare

RSS feed for comments on this post.

Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.

Powered by WordPress. Theme: TheBuckmaker. 27que, 0.563sec. LinkTip: Tennis Profi